MODER / PAGANFIRE SPLIT 2010 reviews






PAGANFIRE / MODER ( Split Tape ) Der Kult lebt !Wenn heutzutage noch Tapes herausgebracht werden ,hat dies wohl doch schon fast diesen eher etwas exotischen Charakter ,da das ja wohl mehr als eine Ausnahmeerscheinung im Sektor der Veröffentlichungen ist . Da beide Bands sich aber musikalisch im old school Bereich wohl fühlen , auf den ganzen Trendscheiß kacken ,ist dieses Tapeformat einfach nur absolut passend und  ne Form des Anti-Trend Statement .Auf dem Tape gibt’s komplett unveröffentlichte Proberaumaufnahmen von beiden Bands, welche nun insbesondere die Die Hard Fans enorm interessieren dürften .Aus welcher Schaffensperiode diese allerdings stammen ,kann ich nicht nachvollziehen .Die Aufnahme qualität ist zwar dementsprechend sehr undergrundig ,aber durchaus noch ansprechend .
PAGANFIRE von Philippinen widmen sich hier mit ihren 4 Songs voll und ganz dem alten Thrash Metal Geist der 80`ziger. Die vier Die Hard Thrasher bieten grundsoliden Metalstoff, welcher zwar eher recht einfach gestaltet wird ,aber halt musikalisch zu 100% den alten Geist heraufbeschwören kann .Gesanglich klingt’s recht fies und gemein ,halt genauso ,wie es sein soll .Das man sich die alten Helden von „Sodom“ und „Destruction“ als Vorbild genommen hat ,ist hierbei
  mehr als eindeutig zu erkennen und wird einmal mehr noch durch das Sodom Cover „ Outbreak of evil“ unterstrichen .
MODER aus dem Bremer Umland präsentieren hier 5 Stücke ,welche im direkten Vergleich zu „Paganfire“ doch einiges mehr an Abwechslung zu bieten haben .Obwohl auch hier kompromisslos die old school Schiene gefahren wird ,setzt man innerhalb der Stücke doch auf eigene Ideen und versucht nicht einfach bloß zu kopieren . Die Mischung aus Death-, Thrash- und Black Metal kriegen die drei Typen wirklich gut hin ,wobei der Black Metal Einschlag sicherlich ein klein wenig überwiegt .Sänger Necro Nickel zeigt sich hierbei natürlich wieder von seiner besten total fucking old-school Art ,wobei ich aber mal meinen würde ,das teilweise der eher black metallische Ausdruck etwas überwiegt .Das letzte Stück ,welches nen reines Instrumental ist ,gehört für mich in die Kategorie  eines „absolut gelungenen Songs“ .Denn hierbei zeigt man sich sogar mal eher etwas mystisch ,düstere gestimmt und wartet mit einem eher sehr ruhigen ,fast schon doomigen Rhythmus auf , welcher schon gehörig was an Atmosphäre freisetzt .Geiles Stück ! Irgendwie hat das gute Teil hat für mich fast schon nen kleinen Kultstatus und sollte insbesondere Sammlerfreaks und totale old school Fanatiker ansprechen . Die 5 Euronen  (all incl .) sind hier bestens angelegt . ( LEO )
Niklas Nottorf  Postfach 1146  Tostedt 21248       Terror Blast  Darko Krsteski  ul. 'Koce Metalec' 2V/14  Skopje 1000 Macedonia    terror_b_d@yahoo.com   http://www.terrorblast.tk/





PAGANFIRE / MODER – Split –Tape

Cool, es gibt sie noch: Labels, die auch heute noch Kassetten rausbringen. Als mir Nickel von ehemalig MODER vor ein paar Wochen diese Splitkassette zukommen ließ, war ich auf der einen Seite verwundert, denn MODER existieren seit gut einem Jahr nicht mehr, und auf der anderen Seite erfreut, dass es nun doch noch ein letztes Lebenszeichen von ihnen gibt. Den Anfang machen hier allerdings die Philippinos, die eine Mischung aus sehr rohem Underground Black/Death spielen, jedenfalls versuchen sie es. Leider kann der Funke auch nach dem x-ten Male nicht überspringen. Der Grund: PAGANFIRE sind leider nur eine langweilige Hinterhofband, die uns vormachen wollen, dass dies purer Metal ist. Haha, so kann man natürlich auch Underground „sehr dreist“ umschreiben. Im Booklet steht, dass das Material ohne jegliche Hightech-Produktion aufgenommen wurde (echt? Wahnsinn!!), spätestens wenn man diesen Soundquark hört, ist diese Information absolut überflüssig. Insgesamt gibt es hier vier Songs an der Zahl, die leider ziemlich belanglos bis grottig sind und jegliche eigenen Ideen vermissen lassen. Neben drei eigenen Stücken gibt es noch ein SODOM-Cover („Outbreak Of Evil“), was ebenfalls nicht der Bringer ist, aber dennoch besser klingt als die Eigenkompositionen. Leider macht auch hier der Sound vieles kaputt. Zum Glück ist nach vier Kindergartensongs das Ganze vorbei, und wir kommen zum eigentlichen Höhepunkt dieser Kassette, nämlich zu den norddeutschen MODER. MODER schaffen es tatsächlich, dieses Split-Tape dennoch zum Pflichtkauf werden zu lassen. Es sei angemerkt, dass diese Songs, die übrigens im Sommer 2010 entstanden, vom Sound her nicht mit denen zu vergleichen sind, die auf ihrem geilen letzten Album vertreten waren. Die Produktion ist roher, undergroundiger, aber dennoch weit entfernt vom schrammeligen Hinterhof-Gedöns. Das liegt daran, dass diese Songs direkt im Proberaum aufgenommen wurden, und dafür klingt es doch erstaunlich gut. Die Songs selbst sind richtige Killer geworden, denn die Mischung aus rotzigem Black Metal und 90er Jahre Death Metal Sound hat es wahrlich in sich. Der Gesang ist so was von morbide und höllisch ketzerisch, dass mir diese Songs sogar noch eine Spur besser reinlaufen als die älteren Sachen. Spätestens nach diesen vier Stücken wird man es umso mehr bedauern, dass MODER tot sind. Meiner Meinung nach hatten MODER schon immer das Zeug dazu, tiefschwarze Melodien zu einem wahren Höllentrip zusammenzubrauen. Songs wie „Geboren um zu leiden“ und „Ginnungagap Within“ geben einem den richtigen Tritt, um in Fahrt zu kommen, da sie für mich einfach rotziger Metal ohne Kompromisse sind, und all dies kommt ohne neumodischen Firlefanz aus. Als Abschluss gibt es noch ein sehr gelungenes Outro, was diese Split verdammt ehrenvoll abschließen lässt. Ich denke, die letzten Songs von MODER könnten auch denjenigen gefallen, die auch auf die letzte Scheibe von BEHERIT abfahren, oder, um ins Death Metal Lager rüberzuschauen, auch was mit den ganzen alten Gassenhauern aus Schweden anfangen können. Fazit: Auch wenn PAGANFIRE meiner Meinung nach arg belanglos bis kacke sind, MODER reißen es definitiv doppelt wieder raus. Das Cover wurde übrigens von Grandmaster Maik Godau gemalt, was diese Kassette ziemlich cool und originell abrundet, da der olle Godau einfach weiß, was zu einer coolen Underground-Veröffentlichung passt. [veröffentlicht via Terror Blast Production, www.terrorblast.tk, terror_b_d@yahoo.com / Bandkontakt Moder: vermodert@web.de] Rayk




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