Valley of no Light 2003 reviews |
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www.eternitymagazin.de Ok, drehen wir das Rad der Musikgeschichte mal ein paar Jährchen zurück, genauer gesagt bis zu den frühen Neunzigern. In dieser Zeit entdeckten zahllose junge, vom immer kommerzieller werdenden Death Metal gelangweilte, Musiker die Frühwerke von Bands wie Venom und (vor allem) Bathory. Das Ergebnis war unglaublich rohe, kalte, misanthropische Musik, eben die zweite große Welle des Black Metal. Mit der Zeit veränderten sich die meisten dieser Bands jedoch stark, so daß heute nur noch wenige Originale klingen wie Anno dunnemals. Kein Problem, denkt sich der geneigte Schwarzwurzelfreund, es gibt doch genügend junge Bands, die ihre Vorbilder bis ins Detail kopieren. Stimmt. Das Problem ist, daß die meisten Bands, die uninspiriert im early-Bathory bzw. DarkThrone-Windschatten fahren, ziemlich lahm und austauschbar sind. MODER aus Stemmen reißen in dieser Hinsicht zwar auch keine Bäume aus, aber wenigstens sind ihre Songs halbwegs knackig. Kurz, bündig, simpel und nicht übermäßig originell, so könnte man die vier Songs von "Valley Of No Light" groß umschreiben. Die Hauptzutaten sind 'ne ordentliche Ladung DarkThrone, 'ne fette Schippe frühe Bathory, etwas Hellhammer bzw. Celtic Frost und vielleicht noch ein wenig ganz frühe Burzum. Schnelle (aber nicht übermäßig schnelle oder gar chaotische) Parts wechseln sich mit schleifenden, langsamen Heavy-Parts ab. Das für so primitive Musik enorm wichtige Wechselspiel aus schnell und langsam beherrschen MODER schon ganz gut. Mein Favorit unter den vier Tacks von "Valley Of No Light" ist der Opener und Titeltrack, der voll losballert und gut ins Ohr geht. Richtig cool finde ich die Vocals, die typisch kratzig und garstig rüberkommen, dabei aber nicht allzu monoton klingen. Auch hier passt ein Vergleich mit DarkThrone wohl am Besten. So weit, so räudig. Das ist zwar alles schon hunderttausendmal dagewesen, aber 'nen Originalitätspreis wollen MODER wahrscheinlich eh nicht gewinnen. Die angepeilte Zielgruppe dürfte auf jeden Fall zufrieden sein. Einem guten Teil ihrer zahllosen Mitbewerber sind MODER sicherlich überlegen. Wer auf technische Kabinettstückchen und guten Sound abfährt, sollte einen gaaanz großen Bogen um diese Veröffentlichung machen. Hier geht's simpel, roh, primitiv und blutig zu. Einen großen Sympathiepunkt konnten MODER bei mir machen, indem sie auf das handelsübliche "super-evil-wir-sind-so-true-und-krass"-Gepose verzichteten. Hinter Pseudonymen wie "Nekro Nickel", "Michi Hate" und "Nork Mork" vermute ich mal eine gesunde Portion Selbstironie. Freunde des primitiven Black Metals können mal ein Granitohr riskieren, alle anderen verpassen hier sicher nichts Lebenswichtiges... Nach dem mich MODER vergangenes Jahr mit ihrem Debüt „Gates to Insanity „ noch nicht wirklich überzeugen konnten, ist die Steigerung auf dem Aktuellen Silberling deutlich hörbar. Vor einem Jahr bemängelte ich noch die Geschwindigkeit der Songs und klagt über Monotonie. Diese Punkte scheinen jetzt wie verflogen..... Die Band scheint wirklich gereift zu sein und die Songs sind jetzt deutlich ausgereifter. „Valley of no Light” beinhaltet vier Songs, die man jetzt klar als Black Metal einstufen kann. Die CD beginnt mit dem Titelsong, welcher auch gleich ordentlich schnelle beginnt. Der Song zeigt sich als sehr dynamisch und hat viele tolle Mid-Tempo Passagen, welche der Nackenmuskulatur sehr zusetzen. Der Text in der Refrain Passage ist recht gut verständlich, was ich cool finde. Auch beim Song „Lichtbringer“ sind die Texte, welche auf deutsch verfasst sind, gut verständlich. Bei diesem Song gibt es tiefe und kreischende Vocals, was wiederum für Abwechslung sorgt. Das Riffing des Songs ist sehr aggressiv und weist ein variables Tempo auf. Auch hier gelingt es den Deutschen wieder sehr gut, den Grad zwischen Geschwindigkeit und Groove zu finden. Nicht minder böse ist „Kriechend in Schatten“ ausgefallen, welcher mit 96 Sekunden Spielzeit beinahe etwas kurz ausgefallen ist. Eine angenehme Länge hat „Jenseits der Toten“ und zeigt sich auch musikalisch powervoll. Auch hier gibt es wieder tolle Wechsel zwischen schnellen Passagen und geilen Groove Passagen. Sogar einen Solopart der Gitarre konnte ich ausmachen! MODER konnten sich gegenüber dem Vorgänger hörbar steigern und die Songs zeigen ein gutes Potential. Die Dynamik hat gefehlt, jetzt braucht es nur noch etwas Melodie und dann ist die Musik sehr fett! Ich bin sicher das MODER auch diesem Punkt noch erreichen werden und vielleicht schon auf dem nächsten Album eine wahre Black Metal Hymne liefern. Der Sound der CD ist etwas kratzig und roh, aber man kann sich’s gut anhören. Eine Spielzeit von unter 10 Minuten ist relativ kurz, aber wer weis, vielleicht gibt’s bald mehr von der Truppe! 1. Valley of no Light Fazit: Band Kontakt: Punkte: Moder - Valley of no light Sachen gibt’s. Wer hätte gedacht, dass in nem Kuhdorf wie Stemmen ne Metalband zu finden ist? MODER nennt sich der Haufen (auch wenn mittlerweile nicht mehr alle in Stemmen wohnen) und bringt mit „In The Valley Of No Light“ bereits sein drittes Demo raus. Old School-Death/Thrash ist das Gebot der knapp zehn Minuten, in denen MODER keine Gefangenen machen und keine Zeit für langweilige Intros oder so’n Zeug verschwenden. Die Jungs geben beim Opener und Titeltrack gleich richtig Gas, verlieren aber durch die undergroundige Produktion (positiv gesagt…. eigentlich ist nur schepperig und undifferenziert) aber an Durchschlagskraft. Das zieht sich durch das gesamte Demo wie ein roter Faden, durch die schlechte Produktion stellen sich MODER selber ein Bein und lassen den Hörer oft nur ahnen, was für Potential in dem Song steckt. Bei „Lichtbringer“ haben MODER sogar ein kleines Solo eingebaut, das im dumpfen Sound aber untergeht. Mit einer vernünftigen Produktion und ein wenig mehr Abwechslung im Songwriting können MODER was werden, mal abwarten was die Zukunft bringt. (lh) Moder – Valley Of No Light Moder - Valley of no light Unter diesem schönen Namen präsentieren uns die Herren Necro Nickel, Nork Mork und Michi Hate hiermit vier Death Metal Tracks der alten Schule mit überwiegend deutschen Texten. Auf dem Frontcover mit artgerechtem (aber lesbarem!) Logo stehen die Künstler im „Valley of no Light“ im grellen Tageslicht und strecken allen, die sich darüber wundern den Mittelfinger entgegen. Bisher also alles sehr unterhaltsam. Nun zum musikalischen inhalt der Scheibe: Was den angeht, tun sich dem Rezensenten unweigerlich Fragezeichen auf, denn hier versteckt sich durchaus gutes und ambitioniertes Songmaterial hinter einer haarsträubenden Rumpelproduktion auf mittlerem Proberaumniveau. Das versprüht zwar einen gewissen ursprünglichen Charme, ist aber letztlich etwas ärgerlich und unverständlich. Die Songs an sich und nüchtern betrachtet, grooven nämlich sehr anständig und sind handwerklich ansprechend und teils originell zusammengeschraubt, so dass bei einer etwas weniger moderigen Produktion (Waaaahnsinnsjoke, wa?!) sicherlich richtig Freude aufkommen könnte. Marco Bianchi |
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